Weinendes Baby beruhigen: Tipps für Eltern
Ein Baby, das viel weint, bedeutet meist nicht, dass etwas falsch läuft: Weinen ist die Art, wie Säuglinge ihre Bedürfnisse mitteilen. Wenn das Schreien trotzdem anhält und Sie selbst an Ihre Grenzen kommen, legen Sie Ihr Baby sicher in sein Bettchen und gönnen sich ein paar Minuten Abstand: Schütteln Sie es niemals.
Von Thomas · · 5 Min. Lesezeit
Das Wichtigste in Kürze
- Weinen ist die Art, wie ein Baby seine Bedürfnisse mitteilt, und bedeutet nicht automatisch, dass etwas nicht stimmt.
- Prüfen Sie zuerst die Grundbedürfnisse: Hunger, Windel, Temperatur, Müdigkeit.
- Beruhigen Sie Ihr Baby mit ruhigen Mitteln: Tragen, Körperkontakt, eine sanfte Stimme oder ein Spaziergang.
- Wenn Sie an Ihre Grenzen kommen, legen Sie Ihr Baby sicher ins Bettchen und gönnen sich ein paar Minuten Abstand.
- Schütteln Sie Ihr Baby niemals; holen Sie sich ärztlichen Rat bei Fieber oder ungewöhnlichem Schreien.
Inhalt (9)
Um Ihr Baby zu beruhigen, prüfen Sie zuerst die Grundbedürfnisse (Hunger, Windel, Temperatur, Müdigkeit) und nutzen dann ruhige Mittel wie Körperkontakt, Tragen oder eine sanfte Stimme.
Schreien gehört in den ersten Monaten zum Alltag
Laut kindergesundheit-info.de (BZgA) gehört Schreien in den ersten Lebenswochen eines Babys zum Alltag, und das Schreiverhalten verläuft in den ersten drei Lebensmonaten bei fast allen Säuglingen ähnlich. Auch wenn es belastend ist: Häufiges Schreien in dieser Zeit ist meist kein Zeichen dafür, dass etwas nicht stimmt.
Grundbedürfnisse prüfen
- Hat Ihr Baby Hunger oder Durst?
- Ist die Windel sauber und trocken?
- Ist es zu warm oder zu kalt angezogen?
- Braucht es ein Bäuerchen, oder hat es Bauchschmerzen?
- Ist es einfach müde oder überreizt und braucht Ruhe, fernab von Lärm und Licht?
Wenn diese Bedürfnisse erfüllt sind und Ihr Baby trotzdem weiterweint, haben Sie nichts übersehen: Manchmal lässt sich kein klarer Grund finden, vor allem abends.
Ruhige Wege, Ihr Baby zu beruhigen
Je ruhiger Sie selbst bleiben, desto leichter kann sich auch Ihr Baby entspannen. Was zum Beispiel helfen kann:
- Ihr Baby auf dem Arm sanft schaukeln;
- es im Tragetuch tragen;
- ihm ein Lied singen oder ruhig zureden;
- seinen Bauch und Rücken sanft massieren;
- mit ihm spazieren gehen.
Pucken: nur mit klaren Sicherheitsregeln
Manche Eltern wickeln ihr Baby fest ein (Pucken), um es zu beruhigen. Wenn Sie das tun, gelten feste Sicherheitsregeln: Die Hüften müssen sich frei bewegen können und dürfen nicht gestreckt eingewickelt werden, das Baby muss zum Schlafen immer auf dem Rücken liegen, und sobald es Anzeichen zeigt, sich umdrehen zu wollen, muss das Pucken beendet werden.
Schütteln Sie Ihr Baby niemals
Auch wenn Sie bereits alles versucht haben und das Schreien unerträglich scheint: Schütteln Sie Ihr Baby niemals, unter keinen Umständen. Wenn Eltern für wenige Sekunden die Kontrolle verlieren und ihr Baby schütteln, können sie ihm lebenslang schaden, bis hin zu bleibenden Hirnschäden oder zum Tod.
Wenn Sie an Ihre Grenzen kommen
Es ist normal, sich bei anhaltendem Schreien überfordert zu fühlen.
So gehen Sie vor
- Legen Sie Ihr Baby an einen sicheren Ort, zum Beispiel ins Gitterbett.
- Verlassen Sie kurz den Raum.
- Atmen Sie durch und versuchen Sie, sich zu beruhigen.
- Schauen Sie alle paar Minuten nach Ihrem Baby.
- Holen Sie sich, wenn nötig, Unterstützung von einer anderen Person.
Was nicht ins Babybett gehört, steht im Artikel Welcher Stoff für die Erstausstattung eines Neugeborenen.
Wann Sie ärztlichen Rat einholen sollten
Suchen Sie ärztlichen Rat, wenn zum Schreien Fieber dazukommt, Ihr Baby mehrere Mahlzeiten hintereinander verweigert, sich der Charakter des Schreiens plötzlich ändert, etwa sehr schrill oder ungewohnt klingt, oder wenn Sie sich einfach Sorgen machen. Zögern Sie nicht, Ihre Kinderärztin, Ihren Kinderarzt oder im Notfall den Rettungsdienst zu kontaktieren.
Häufige Fragen
Wie lange dürfen Babys am Tag weinen?
Schreien gehört in den ersten Lebenswochen zum Alltag und verläuft bei den meisten Säuglingen in den ersten drei Monaten ähnlich; danach lässt es in der Regel nach.
Ist es schlimm, das Baby kurz sicher abzulegen, um durchzuatmen?
Nein: Wenn Sie Ihr Baby sicher auf den Rücken in sein Bettchen gelegt haben, dürfen Sie den Raum kurz verlassen, um sich zu beruhigen, bevor Sie zurückkommen.
Hilft Pucken beim Einschlafen?
Wenn Sie pucken, gelten feste Regeln: Hüften frei beweglich, immer Rückenlage, und Pucken beenden, sobald Ihr Baby sich umzudrehen versucht.
Was tun, wenn nichts hilft?
Prüfen Sie die Grundbedürfnisse, probieren Sie die vorgestellten ruhigen Methoden, und wenden Sie sich an Ihre Kinderärztin oder Ihren Kinderarzt, wenn das Schreien anhält oder Sie beunruhigt.
Quellen
Die Hinweise zu Gesundheit und Sicherheit stützen sich auf offizielle Empfehlungen; die Angaben zu den Produkten stammen aus unseren Produktbeschreibungen.
- kindergesundheit-info.de (BZgA): Das Schreien des Babys AOffizielle Empfehlung
- elternsein.info (Nationales Zentrum Frühe Hilfen): Gefahr Schütteltrauma AOffizielle Empfehlung
- HealthyChildren.org (American Academy of Pediatrics): Swaddling, Is it Safe? AOffizielle Empfehlung
Art der Quelle: A Offizielle Empfehlung · B Wissenschaftliche Studie · C Behördliche Information · D Presse oder Fachmeinung · K Produktdaten von GuguPlanet.
Über Thomas
Thomas ist glücklicher Papa eines siebenjährigen Sohnes. In diesem Blog teilt er praktische Tipps zur Auswahl und Montage von Schaukeln und zum sicheren Spielen.
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